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Migros - Ein M besser

?Fast ein Mami für die Lernenden?

Esther Vogt ist mehr als eine Berufsbildnerin. Sie ist seit 25 Jahren für die Lernenden im Supermarkt Huttwil da – mit Herz und Seele und viel Elan. über 50 junge Leute hat sie schon begleitet.

Berufsbildnerin Esther Vogt

«Ich sollte einen Kurs besuchen, um Nein sagen zu lernen», sagt Esther Vogt und lacht dazu. Aber am wohlsten ist der 52-Jährigen, wenn sie alle Hände voll zu tun hat. Oder in ihren Worten: «Wenn es Täctäctäc macht.» Mit zusätzlichen Einsätzen werde sie nur noch leistungsfähiger. Ihren Schwung spüren seit 25 Jahren auch die Lernenden in der Migros Huttwil. Wie Fitore Shala und Egzona Salihu, beide im letzten Lehrjahr. Als die drei gemeinsam den Weihnachtsaufzug in der Filiale begutachten, sind sie ständig am Lachen. «Manchmal üben wir mit ihr Verkaufsgespräche, das hilft mir viel», erzählt Egzona Salihu. Und Fitore Shala egänzt: «Ich profitiere von ihren Sortimentskenntnissen, und dass sie so gut kochen kann. Denn so wissen wir bei den Warenpräsentationen, was wir noch dazu stellen könnten. Das ist wichtig für Zusatzverkäufe.»
Nebst all dem Fachlichen ist die Berufsbildnerin aber vor allem eine Vertrauensperson für die Lernenden. «Manchmal bin ich fast ein Mami für sie», sagt Esther Vogt. «Sie wissen, was hier besprochen wird, geht nirgends raus.»

Berufsbildnerin Esther Vogt

Zahlreiche Aufgaben

Esther Vogt ist eine von rund 240 Berufsbildner/innen in der Migros Aare. Diese bilden das Bindeglied zwischen Betrieb und Berufsbildung. «Sie geben den Lernenden regelmässig Rückmeldungen und bilden sie fachlich aus», erklärt Fabienne Bill, Leiterin Berufsbildung a. i. Einmal pro Monat sitzt Esther Vogt mit den Lernenden zusammen und hört zu, wie es läuft in der Schule und im Betrieb. Sie schaut, was in der Lerndokumentation fehlt oder erzählt ihnen die Geschichte der Migros. Beim Beurteilungsgespräch bewertet sie die Leistungen. Geht es gegen den Lehrabschluss zu – wie bei Egzona und Fitore – findet der Austausch jede Woche statt. Gemeinsam arbeiten sie Prüfungen durch.

Berufsbildnerin Esther Vogt

Über die Lehrzeit hinaus in Kontakt

Esther Vogt kennt den Detailhandel von Grund auf. Vor 36 Jahren hat sie die Lehre als Detailhandelsfachfrau in der Migros gemacht. Nun arbeitet sie Teilzeit 50 Prozent am Kundendienst. Als Berufsbildnerin hat sie in der Filiale Huttwil schon über 50 Lernende betreut. Das Schönste für Sie: «Wenn die Lernenden ihren Abschluss geschafft haben.» Oft erlebt sie lustige Momente mit den jungen Leuten. Einmal wollte ein Mann «etwas Dünnes zum Schlafen», worauf die Lernende ihn zum Gestell mit den Präservativen brachte. «Dabei hat er nach einer Wolldecke gesucht», erzählt Esther Vogt und lacht schallend. Nicht immer läuft alles rund: Nicht alle bestehen die Prüfung oder einmal brach ein Jugendlicher die Lehre ab und landete in den Drogen, obwohl sich die Berufsbildnerin stark für ihn eingesetzt hatte. Acht Jahre danach sah sie den Mann zufällig im Zug wieder. «Er hat mir zugewinkt.» Von ehemaligen Lernenden erhält Esther Vogt manchmal Post, wenn diese geheiratet oder ein Baby bekommen haben. Die Familienfrau hat selber zwei Kinder, die mittlerweile erwachsen sind. «Auch das hat mir geholfen, schnell Zugang zu den jungen Leuten zu finden. Vieles kannte ich schon von zu Hause.»
Bei ihr spüren die Lernenden: Die Berufsbildnerin kann schlecht Nein sagen. Ja sagt Esther Vogt nicht nur zu vielen Aufgaben – sondern vor allem zu den Menschen.

Bei der Migros Aare gibt es noch freie Lehrstellen.

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